STC Aqua Red Underwater Fader

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Auch in der Unterwasserfotografie gibt es immer wieder Innovationen. Dazu zählt auch der neue Rotfilter „Aqua Red Underwater Fader“ der Taiwanesischen Firma STC.

Der Filter selbst kommt in einem schicken Filterkästchen aus Kunststoff, das einen sehr stabilen Eindruck macht. So ist der Filter auch beim Transport gut geschützt.
Im Lieferumfang befinden sich neben einem Linsenputztuch und der Anleitung auch ein kleines Kärtchen zum messen der UV-Intensität.

 

Wieder ein Standard Rotfilter?

Beim Underwater Fader handelt es sich nicht um einen klassischen Folien-Rotfilter.
Die Besonderheit des STC liegt vielmehr in der Möglichkeit die Intensität der roten Farbe wie bei einem variablen Graufilter zu erhöhen oder zu reduzieren.

Das ermöglicht ein einfaches und stufenloses Nachjustieren der Tönung in Abhängigkeit der Tauchtiefe. Damit lässt sich der Aqua Red Filter schon ab der Tiefe von einem Meter einsetzen, ohne das Bild zu verfärben.

In der ersten, uns vorliegenden Version ist der STC Aqua Red Filter leider nur mit einem Filtergewinde auf der Rückseite ausgestattet. Dadurch lässt er sich nur vor dem Kameragehäuse oder einer zusätzlichen Linse anbringen. Eine Montage zusätzlicher Unterwasserobjektive vor dem Filter ist so nicht möglich. Dieses Feature soll aber in der neuen Version des Filters integriert sein.

 

Technische Details

Material: Aluminiumgehäuse
Filter: Optisches mehrfach vergütetes Glas
Höhe: 9,1 mm
Glasstärke: 1,6 mm pro Glas
Anschlussgewinde: 77 mm (Bei Enjoyyourcamera auch mit 67mm erhältlich)
Frontgewinde: nein

 

Bilder die mit dem Aqua Red Fader entstanden sind


Vielen Dank an Thomas Schwarz für die Bilder

 

Verarbeitung des Aqua Red Faders

Aqua Red Fader Die Verarbeitung des Rotfilters ist sehr hochwertig und erinnert an die Polfilter der Hersteller Hoya oder B&W.

Das Gehäuse besteht aus einer zweiteiligen Fassung aus Metall und weist ein 67 mm Filtergewinde auf der Rückseite auf. Außerdem wurde die gesamte Oberfläche in einem schönen rubinrot farbig eloxiert. Etwas vorstehende Griffe (auch aus Metall) erleichtern die Bedienung auch mit Handschuhen deutlich und lassen weiche und gleichmäßige Drehungen des Filters zu.

Um ein Bersten unter Wasser zu verhindern wurde die Außenhülle mit kleinen Löchern versehen, die einen Druckausgleich ermöglichen.
Über diese Öffnungen lässt sich der Filter auch im Süßwasser gut spülen. Sollte doch mal versehentlich Dreck in das Innere des Filters gelangen lässt er sich auch leicht zerlegen und reinigen.

Genauso hochwertig wie das Gehäuse ist auch die Filterfläche selbst. Diese wurde aus vergütetem Glas gefertigt und ist dadurch wenig Anfällig für Kratzer und Ablagerungen durch Salzwasser.

 

Handling und Ergebnisse

Leichte Vignettierung bei ca 70%

Bei den ersten Versuchen in Tiefen um die 10m waren die Ergebnisse ähnlich zu denen anderer Hersteller. Der STC-Filter spielt seine Stärke vor allem im sehr flachen Bereich (bis 5m) und Tiefen ab 10m deutlich aus. Dabei ist nicht nur die Abbildungsqualität des Filters ist extrem hoch. Verglichen mit den Kunststoff-Rotfiltern anderer Hersteller ist die Farbechtheit durch die variable Anpassung um ein vielfaches höher.

Aber wie andere Rotfilter auch, schluckt der Aqua Red Filter deutlich Licht. Ab einer Tiefe von etwa 10m mussten wir selbst an sonnigen Tagen mit mindestens ISO 800 arbeiten.

Der größte Vorteil des Aqua-Red Filters besteht jedoch in der variablen Anpassung der Rot-Intensität. Durch das Einstellen des Filters kann zwischendurch auch sehr gut mit Kunstlicht gearbeitet werden. Hierbei sollte die Intensität des Filters auf etwa 10-20% gesenkt werden. Das ergibt ein schönes Blau im Hintergrund verfälscht die Farben im Nahbereich jedoch nicht zu stark. So kann der Filter dauerhaft auf der Kamera montiert bleiben und bei Bedarf wieder angepasst werden.

Doch leider gibt es auch kleiner Nachteile. So sucht man eine Skala zur Anzeige der Filtereinstellung vergeblich. Das kann dazu führen, dass die Filtereinstellung bei Videoaufnahmen zunächst in die falsche Richtung erfolgt. Außerdem gestaltet sich die Bedienung mit dickeren Handschuhen etwas undifferenziert. Hier könnte ein kleiner Hebel Abhilfe schaffen, mit dem auch gleichzeitig die Intensität des Filters signalisierbar wäre.

Bei einer Einstellung von etwa 70% der maximalen Tönung fiel uns außerdem in den Eckbereichen eine sichtbare Vignettierung durch eine höhere Rot-Intensität auf. Das macht sich vor allem bei Aufnahmen in Richtung einfarbigem Blauwasser bemerkbar. Bei Einstellungen darüber oder darunter ist dieser Effekt nicht wahrzunehmen.

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2 Gedanken zu „STC Aqua Red Underwater Fader

  1. Toller Test, habe mir aufgrund deiner Rezension die IIer Version bestellt und kann die positive Weiterentwicklung nur bestätigen. Jetzt mit Frontgewinde. Aber ein Werkzeug zum zerlegen war nicht dabei. Ist aber auch nicht nötig, da man den Filter sehr einfach gut mit einem Stück Tuch oder einem T-Shirt auseinander bekommt. Ich habe ihn mir geholt um Unterwasser-Portraitfotos vom Paaren anzufertigen. Mal gucken wie er sich bei seinem ersten Einsatz macht. Habe ihn bisher nur beim Schnorcheln in Südspanien ausgetestet.

    Grüße aus Berlin,
    Alex

  2. Hallo Alexander,
    schön das zu hören. Ich bin mit den Fotos super zufrieden und war von den Ergebnissen im vergleich zu allen anderen Filtern richtig begeistert.
    Für dich wäre dann aber auch noch eine Magenta-Filter Variante für heimische Gewässer interessant.

    Wird bestimmt auch kommen. Momentan entwickeln sie einen Blaufilter für die Floureszenz-Fotografie.
    Wir können auf jeden Fall gespannt sein.

    Grüße,
    Tino

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