Panasonic Lumix DMC-FT5

Panasonic Lumix DMC-FT5

Panasonic Lumix DMC-FT5

Schon 2013 brachte die Firma Panasonic in ihrer Kompaktkamerasparte Lumix, die FT5 auf den Markt.

Ausgestattet mit einigen interessanten Funktionen wie einem Leica-Objektiv, einem Bildstabilisator und Full-HD Funktionalität steht sie in direkter Konkurrenz zur
Nikon AW-130 und Olympus TG-4. Dabei ist die Kamera bis 13m Wasserdicht und prädestiniert für den geneigten Schnorchler oder OWD-Taucher. Mit einem Gewicht von 216g liegt die Lumix angenehm schwer in der Hand und wirkt bei Abmessungen von 109mm x 67mm x 29mm solide und wertig.

 

Bildqualität und Technik

Die technischen Daten lesen sich gut. Die Panasonic Lumix DMC-FT5 kommt mit einem 16 Megapixel-Sensor, der auch in der Bildbearbeitung genug Spielraum lässt um die Bilder zuzuschneiden.
Panasonic hat die Kamera mit einem Leica-Objektiv ausgestattet das eine Brennweite von 28-128mm vorweist. Damit ist die FT5 nicht ganz so weitwinklig wie beispielsweise die Nikon AW130.

Der einstellbare ISO-Bereich der Kamera liegt zwischen 100 und 3200.
In der Praxis liegt der effektiv Nutzbare ISO-Bereich technisch bedingt zwischen 100 und 800. Darüber werden schon bald ein deutliches Rauschen und Artefakte im Bild sichtbar.

Was die Lichtstärke des Leica-Objektivs betrifft, liegt diese mit einer Blende von 3.3-4.9 hinter den Mitbewerbern. Das erfordert gerade unter Wasser, wo schon wenig Licht vorhanden ist, eine höhere Empfindlichkeit des Sensors, was zu einem stärkeren Bildrauschen führt. Dafür lassen sich längere Belichtungszeiten mit dem integrierten Bildstabilisator zuverlässig ausgleichen.
Maximal liegen die Belichtungszeiten zwischen 4 und 1/1300 Sekunde. Das kann bei Sonnenschein an Land im Extremfall zu überbelichteten Bildern führen. Ein weiterer Bauart bedingter Effekt sind bei einer sarken Lichtquelle, die auftretenden Sonnenstrahlen im Bild.

Die Farben der Bilder sind sehr neutrale gehalten und wirken manchmal etwas flau. Das wird jeden enttäuschen, der „einfach“ schöne Bilder will, lässt aber auf der Anderen Seite mehr Spielraum für die Nachbearbeitung. Leider bietet die FT5 kein RAW-Format, um das Maximum an Bildqualität in der Bildbearbeitung herauszuholen.

Ein großes Plus der FT5 ist die schnelle Auslösebereitschaft, selbst wenn die Kamera ausgeschaltet war. In unter zwei Sekunden wird das erste Bild geschossen. Damit kann auch unter Wasser die Kamera gelegentlich abgeschaltet werden um den Akku zu schonen.

 

Hier einige Beispielbilder die mit der Panasonic FT5 entstanden sind:

Gallery

 

Blitz und Videolicht

Was die Beleuchtungstechnik der FT5 angeht, kann sie problemlos mit anderen Herstellern mithalten. So ist neben einem interner Blitz auch eine kleine Videolampe mit drei kleinen LEDs verbaut.
Leider ist der Blitz so nah am Objektiv verbaut, dass es unweigerlich zu sichtbaren Schwebteilchen im Bild kommt. Außerdem sind keine Gehäuse auf dem Markt, die einen Anschluss von optischen Auslösekabeln erlauben.

Technisch kommt die FT5 dank elektronischer TTL-Messung mit zusätzlichen externe Blitzen zurecht. Hier müssen jedoch gezielt Slave-Blitze zum Einsatz kommen, die möglichst manuell gesteuert werden können. z.B. der Sea&Sea YS-01 oder der INON Z-240.

 

Programme der Lumix DMC-FT5

Hier legt die Panasonic einige unterschiedliche Optionen vor. Neben den klassischen Automatikmodi sind auch Kreativmodi wie Unterwasser, Schnee, Sport- und Strand-Programme vorhanden, die die Bedienung auf ein Minimum reduzieren.
Die intelligente Automatik ist jedoch nicht besonders konsistent. Bei einer einzigen Bildsituation mit drei Auslösungen wurden im Test drei unterschiedliche Einstellungen verwendet.
Wer mehr Kontrolle über die Bildeigenschaften haben möchte, kann hier entweder den manuellen oder den P-Modus verwenden, in denen auch die Blende festgelegt werden kann.

 

Dichtigkeit

Bei dem verwendeten Dichtsystem setzt die Lumix auf das selbe Verfahren wie Olympus. Mit Hilfe eines kleinen Schiebers wird die Klappe mit der Dichtung verschlossen und anschließend mit einem Riegel gegen ein versehentliches Öffnen gesichert. Hier ist tunlichst genau darauf zu achten, dass kein Krümelchen Staub auf der Dichtfläche sitzt. Nach dem einigen Tests war von innen die Display-Scheibe leicht beschlagen. Hier hat eine Nacht in Reis hat Wunder gewirkt.

Wer mit der FT5 tiefer als 13m tauchen will kann für knapp 300€ ein separates Gehäuse bestellen, das bis 45m dicht ist.
 

Bedienung unter Wasser

Grundsätzlich ist die Steuerung der FT5 äußerst unkompliziert und intuitiv. Sämtliche Funktionen und Einstellungen lassen sich über das 3 Zoll große Display sowohl unter Wasser als auch aus einem schrägen Winkel gut ablesen. Positiv fällt außerdem auf, dass die Auslöser und Videotaste voneinander getrennt sind.

Doch in den Tasten liegt grundsätzlich auch das größte Manko der FT5.
So liegen die winzigen Tasten auf der Rückseite der Kamera zwar an sehr ergonomischen und intuitiven Stellen, können aber mit nassen Fingern nur schwer und mit Neoprenhandschuhen überhaupt nicht bedient werden. Außerdem wird bei einer Beidhändigen Bedienung, wie sie unter Wasser geschieht, das linke Mikrofon bei Videoaufnahmen komplett verdeckt.

Für die Verwendung mit Handschuhen empfiehlt es sich das Lumix-eigene oder das passende Gehäuse von Ikelite zu benutzen. Hier liegen die Tasten zwar recht nahe beieinander, sind aber deutlich erhabener ausgeführt.

 

Videofunktionen

Was die Videofunktionen der FT-5 angeht, kann man sich über die Full-HD Videos bei einer Auflösung von 1920×1080 Pixeln bei 50 Bildern in der Sekunde nicht beschweren.
Eine dezente Schärfe und die neutralen Farben im Bild lassen Spielraum für Nachbearbeitungen am PC.
Einzig der Einsatz des OIS (Bildstabilisators) kann bei Filmaufnahmen zu Problemen führen. In Videoaufnahmen in leisen Umgebungen ist das Surren des Bildstabilisators deutlich im Video hörbar.
Unter Wasser ist der Effekt nicht ganz so starkt ausgeprägt, was auf das Rauschen des Wassers zurückzuführen ist.

 

Konnektivität und Akkus

In den Verbidungsmöglichkeiten liegen die Stärken der DMC-FT5. So können die Bilder Problemlos über WiFi an Android-Smartphones übertragen werden. Die Verwendung von NFC erleichtert diese Verbindung zusätzlich.
Weiterhin ist es möglich die Koordinaten per GPS abzurufen und direkt im Bild zu speichern. Auch ein Kompass kann auf der Kamera angezeigt werden.
Unter Wasser sollte die GPS-Funktion lieber abgeschaltet werden, da die Kamera sonst unnötig lange nach Koordinaten sucht und diese versucht zu speichern.

Wie vergleichbare Kameras kommt auch die Lumix FT5 mit einem USB-Anschluss. Hierüber lassen sich die Daten von der Speicherkarte auslesen. Leider ist kein Laden über die USB-Buchse möglich. Dafür liefert Panasonic direkt ein klassisches Ladegerät mit, das die Akkus in ca. 2 Stunden vollständig lädt.
Die Akkulaufzeit von ca. 4 Stunden bei unserem Testgerät (für Fotos) ist für zwei ausgedehnte Tauchgänge mehr als ausreichend.
 

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