Was ist eigentlich Makro?


In der Makrofotografie unter Wasser geht es grundsätzlich darum besonders kleine Objekte wie Schnecken, Krebse und Seepferdchen und Pflanzen oder auch nur Einzelheiten wie z.B. die Schuppen oder die Augen formatfüllend abzubilden. Das heißt diese Feinheiten sollen später auf dem Bildschirm möglichst groß und detailreich erscheinen.

Krabbe | Alex Rausch

Makro einer Krabbe von Alexander Rausch

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Ausrüstung für die Makrofotografie | Makro-Objektive | Nahlinsen (Diopter)

 

Makros allgemein

Viele Kompaktkameras bringen von Haus aus einen Makromodus mit, mit dem sich Objekte verhältnismäßig groß abbilden lassen. Um genau zu sein handelt es sich hier um eine Nahaufnahme und nicht um ein Makro. Denn die Vergrößerungsleistung lässt sich nicht mit der eines Makroobjektivs vergleichen. Auch die Kit-Objektive hochwertiger DSLRs bilden das Objektiv maximal im Verhältnis 1:3 ab.

Das heißt ein Fisch mit der Größe von 3cm wird auf dem Sensor mit nur 1cm abgebildet und nimmt damit nur etwa ein Drittel des Platzes auf dem Sensor ein.

Bei den aktuellen Auflösungen von um die 20 Megapixel, kann ein zu klein geratenes Makro auch am PC vergrößert werden. Doch wenn es eine einfache Möglichkeit gibt, das Bild mit der maximal verfügbaren Auflösung und Schärfe aufzunehmen, müssen keine Reserven verschenkt werden.

 

Abbildungsmaßstab im Makro-Bereich

makro 1zu1Von einem Echten Makro spricht man jedoch erst bei einem Abbildungsmaßstab von 1:1. Das Objekt wird also auf dem Sensor in Lebensgröße abgebildet. Wird das Bild anschließend auf dem Bildschirm betrachtet, wirken die Details entsprechend riesig.

Leider können „normale“ Objektive diesen deutlich größeren Abbildungsmaßstab nicht bieten. Deshalb bedient man sich in der Makrofotografie unterschiedlicher Arbeitsweisen und Hilfsmittel.
Um die Abbildung des Objekts auf dem Sensor zu vergrößern kommen an der Kompaktkamera Nahlinsen zum Einsatz, sogenannte Wet-Diopter, die in verschiedenen Stärken erhältlich sind. Mit diesen lässt sich der Abstand zum Objekt deutlich verringern und trotzdem noch korrekt fokussieren.

Als Benutzer einer Systemkamera hast du eine größer Auswahl. Neben echten Makroobjektiven mit einem 1:1 Abbildungsmaßstab kannst du auch Zwischenringe und zusätzlich Nahlinsen verwenden.

Eine Übersicht über die unterschiedlichen Systeme gibt es unter

Ausrüstung für die Makrofotografie

 

Probleme in der Makrofotografie

Auch wenn die Makro oder Nahfotografie im Vergleich zu Weitinkel-Aufnahmen die einfachere Disziplin in der Unterwasserfotografie darstellt, wirst du trotzdem mit einigen Problemen zu kämpfen haben.

Durch den Einsatz von Makro-Objektiven oder Dioptern wird der Schärfebereich extrem kurz. Bei einer Blende von 2.8 ist dieser gerade mal wenige Millimeter tief.
Das kann das Fokussieren bei Strömung oder Wellengang erheblich erschweren…

Um den Schärfebereich möglichst weit auszudehnen, muss hier also die Blende geschlossen werden.
Blendenwerte von 10-16 sind daher nicht unüblich. Das führt aber unweigerlich zu längeren Bleichtungszeiten. Diese müssen mit Hilfe zusätzlicher Lichtquellen ausgeglichen werden.
Ob dafür Tauch- und Videolampen oder Blitze zum Einsatz kommen ist zunächst zweitrangig. Im Zweifelsfall ist selbst der eingebaute Kamerablitz besser, als gar kein Licht zu haben.

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