Bildbearbeitung – Kontrast

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Ein Bild besteht neben Farbinformationen auch aus hellen und dunklen Bereichen. Der Kontrast beschreibt den Unterschied zwischen den hellsten und dunkelsten Stellen im Bild.

Das heißt, je kontrastreicher ein Foto ist, desto extremer sind eben diese hellen und dunklen Bildbereiche ausgeprägt. Wird der Kontrast gesenkt, reduzieren sich die Helligkeitsunterschiede im Bild. Leider haben vor allem günstigere Kameras einen reduzierten Kontrastumfang. Das kann zu weniger leuchtenden Farben und matschigen Bildern führen. Im Extremfall gehen die Farben sogar in ein gleichmäßiges Grau über, was das Bild flau wirken lässt.

Wann wird eine Kontrast-Änderung in der Fotografie angewendet?

Gerade wenn das Bildmaterial vom Licht her optisch sehr gleichmäßig ist und Strukturen verloren gehen, kann es helfen den Kontrast zu erhöhen. Dadurch werden Highlights verstärkt und Schatten weiter abgedunkelt.

In vielen Fällen werden durch eine Kontraständerung auch die Farben satter.

Wird der Kontrast zu sehr erhöht kann es zu einem „Absaufen“ der dunklen Bildbereiche und einem „Ausfressen“ der Lichter d.h. flächigen weißen Stellen kommen.

 

Kontrastveränderungen in der Praxis und Lokale Korrekturen

Doch auch korrekt aufgenommene Bilder unter optimalen Lichtbedingungen profitieren von einer Anpassung des Kontrasts. Strukturen und Formen werden klarer und deutlicher erkennbar.
Dabei macht es durchaus Sinn, nicht immer das gesamte Bild gleichmäßig mit einer Änderung zu belegen.

Um ein Objekt besser vom Hintergrund abzuheben und den Blick des Betrachters etwas zu lenken, kann es hilfreich sein, nur Teile des Bildes im Kontrast zu ändern.


In diesem Beispiel sind das Originalbild und zwei Bearbeitungen zu sehen. In Bild 2 findet eine globale Anhebung des Kontrasts statt. Dabei wird das gesamte Bild gleichermaßen verändert. Das macht zwar die Strukturen auf der Seite des Barsches klarer, führt aber gleichzeitig dazu, dass die Muscheln im Hintergrund auch deutlicher erkennbar werden. Dadurch springen dem Betrachter die Muscheln genauso ins Auge wie der Fisch.

Hier kann eine lokale Kontraständerung wie im dritten Bild Abhilfe schaffen. Hier wurde mit einem Pinsel nur der Bereich des Fisches ausgewählt und im Kontrast geändert. Dadurch wirkt auch hier der Fisch scharf und interessant. Die Muscheln im Hintergrund hingegen bleiben von dieser Prozedur unberührt und scheinen unklar und weichgezeichnet.

 

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