Bildbearbeitung – Farbkorrektur

Lightroom Farbkorrektur

Lightroom Farbkorrektur

Die wohl vielseitigste und wahrscheinlich eine der interessantesten Einstellung am Bild kann mit Hilfe der farbabhängigen Farbkorrektur vorgenommen werden.
Anders als bei der Dynamik und Sättigung, können hier die Farben einzeln angepasst werden.

Adobe Lightroom und CaptureOne beispielsweise, stellen dem Benutzer eine vielfältige Palette einzelner Farben zur Verfügung.

Rot, Orange, Gelb, Grün, Türkis, Blau, Violett und Magenta können unabhängig von jeder anderen Farbe gezielt bearbeitet werden.
Dabei sind folgende drei Einstellungen wichtig:

Farbton
Genauso wie beim Weißabgleich oder der Tönung lässt sich hier die ausgewählte Farbe im Spektrum in den Bereich der Nachbarfarben verschieben. Rot beispielsweise wird, je nach Reglerstellung, entweder zu Magenta oder geht in Gelbtöne über. Genauso verhält es sich mit allen anderen angezeigten Farben.

Sättigung
Diese Einstellung verhält sich wie der globale Sättigungsregler, nur eben für eine Farbe. Damit kann für jede einzelne Farbe die Sättigung unabhängig festgelegt werden.

Luminanz
Die Luminanz gibt den Grad der Belichtung der ausgewählten Farbe an. Sind beispielsweise die grünen Seegräser im Vordergrund zu dunkel, können diese mit der Luminanz anhand der Farbe, gezielt aufgehellt werden.

 

Die Farbkorrektur in der Praxis

Die Farbkorrektur ist dann wichtig, wenn einzelne Farben unabhängig bearbeitet werden sollen, um eventuelle Fehlfarben auszugleichen.

So kann die Farbe des Wassers, weitestgehend unabhängig von Objekten im Vordergrund, verändert werden. Auch grünen Pflanzen kann so ein satteres Grün eingehaucht, oder der Schein einer Tauchlampe angepasst werden. Diese Prozedur ist umso einfacher, je größer die Farbunterschiede zwischen den einzelnen Objekten im Bild sind.

 

Beispiel Blaupunktrochen


Im Originalbild ist der Rochen vor einem türkisfarbenen Hintergrund zu sehen. Diese Farbkombination aus blauen Punkten und einem leuchtendem Hintergrund lässt die Augen immer wieder auf das aquamarin im oberen Teil des Bildes fallen.
Um den Blick des Betrachters zu lenken wurde mit Hilfe der Farbkorrektur „Aquamarin“, der Hintergrund etwas bläulich gefärbt und deutlich entsättigt. Dadurch verliert der obere Teil des Fotos das „interessante“ Element. Außerdem kommen die blauen Punkte des Rochens deutlicher zur Geltung. Das führt dazu, dass sich der Betrachter fast ausschließlich auf den Blaupunktrochen konzentriert.

 
Beispiel Riff


Das Originalbild wurde in etwa vier Metern Tiefe ohne Blitz und Filter aufgenommen. Dadurch gingen Teile der Farben verloren. Um den vorherrschenden Grünton zu entfernen wurde die Sättigung des Grüns mit Hilfe der Farbkorrektur verringert. Gleichzeitig wurden die Gelbtöne etwas in Richtung orange verschoben um die Korallen mehr leuchten zu lassen. Auch der Hintergrund wurde korrigiert und ist nun eher bläulich, als türkis.

 

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